Informationen

Wer ist bei Jugend forscht richtig?

Ihr müsst nicht Einstein Junior oder Mademoiselle Curie sein, um beim Wettbewerb mitmachen zu dürfen. Bei „Jugend forscht“ und „Schülerinnen und Schüler experimentieren“ sind alle richtig,

  • die Schulwissen als Mittel zum Zweck verstehen.
  • die Forschen und Experimentieren nicht allein Universitäten und Forschungseinrichtungen überlassen wollen.
  • die selber hinterfragen, erforschen, konstruieren und verbessern wollen, was ihnen wichtig ist.
  • die allein, zu zweit oder dritt Wettbewerbsluft schnuppern, Spaß und Spannung erleben wollen.
  • denen Engagement, Anerkennung und neue Kontakte ebenso wichtig sind wie tolle Preise

Wer darf dabei sein?

In diesem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Wettbewerb gibt es zwei Altersstufen.
„Schülerinnen und Schüler experimentieren“:
für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 14 Jahre – dabei im Anmeldejahr mindestens in der 4. Klasse – und
„Jugend forscht“:
für Jugendliche von 15 bis 21 Jahren
(Studenten dürfen sich nur im Jahr ihres Studienbeginns anmelden.)

Was läuft ab?

Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und sie auf diesem Gebiet zu fördern. Im Sommer eines jeden Jahres wird in den Schulen der Aufruf zur Teilnahme an Jugend forscht gestartet. Ihr könnt euch online anmelden unter: online-Anmeldung aus Bremen. Als Ansprechpartner stehen euch in vielen Schulen BetreuungslehrerInnen zur Seite, die euch auch bei der Arbeit behilflich sind.
Jugend forscht findet auf drei Wettbewerbsebenen statt: Auf der Reginalebene, auf der Landesebene und auf der Bundesebene mit dem großen Finale, in dem die Jugend forscht-SiegerInnen der Bundesrepublik ermittelt werden. Die Koordination der Regional- und Landeswettbewerbe übernehmen die Reginal- und LandeswettbewerbsleiterInnen.
Alle Wettbewerbe, ob auf Regional-, Landes- oder Bundesebene, werden von sogenannten Patenfirmen – vorwiegend Industrieunternehmen – ausgerichtet und finanziert. Jede Patenfirma hat eine Patenbeauftragte / einen Patenbeauftragten, die/der in der Firma Ansprechpartnerin/Ansprechpartner für alle Jugend forscht-Belange ist, mit der Wettbewerbsleiterin / dem Wettbewerbsleiter eng zusammenarbeitet und gemeinsam die Wettbewerbe organisiert.

Ihr seid gefragt?

Ihr wisst jetzt, was Jugend forscht ist – aber ohne Teilnehmerin und Teilnehmer geht es natürlich nicht. Wenn ihr also immer schon einmal wissen wolltet, wie weit die Sterne auseinander liegen, wenn ihr dem Pflanzenwachstum unter Musikeinfluss auf die Spur kommen oder Papier herstellen wollt, wenn ihr große Zahlen mit dem Computer berechnen, einen Blinkhanddschuh für Radfahrer konstruieren, euch Einblick ins Chaos verschaffen wollt oder einen Elektroherd für Blinde entwickelt – bei Jugend forscht könnt ihr mit vielen Themen teilnehmen!

Einzel- oder Teamarbeit

In beiden Wettbewerbssparten könnt ihr sowohl allein als auch zu zweit oder zu dritt forschen. Entscheidet ihr euch zur Teamarbeit, müsst ihr eine Gruppensprecherin oder einen Gruppensprecher benennen und die Wettbewerbssparte (Jugend forscht oder Schülerinnen und Schüler experimentieren) nach dem Geburtsdatum des ältesten Gruppenmitglieds auswählen. Wer noch mehr Ideen bereit hat, kann nicht nur eine, sondern bis zu drei Arbeiten pro Wettbewerbsrunde einreichen.

Eure Idee

Die Wahl des Forschungsthemas ist völlig frei. Wichtig ist nur, daß mit naturwissenschaftlichen Mess- und Beobachtungsverfahren gearbeitet wird. Sozialwissenschaftliche Betrachtungen sind nur als Ergänzung zu naturwissenschaftlichen Methoden zulässig. Die Wettbewerbsarbeit muss dabei einem der sieben Fachgebiete zugeordnet werden. Bei Themen die Aspekte aus mehreren Fachgebieten enthalten, müsst ihr euch für ein Fachgebiet entscheiden.

Die Fachgebiete

Für spezielle Informationen über die Fachgebiete bitte entsprechende Symbolik anklicken.

  • Arbeitswelt
  • Biologie
  • Chemie
  • Geo- und Raumwissenschaft
  • Mathematik und Informatik
  • Physik
  • Technik

Patent gemacht

Falls ihr eure Ideen schützen wollt: unbedingt vor der Präsentation auf dem Wettbewerb ein Patent anmelden! Jugend forscht hilft euch dabei und übernimmt die Kosten für eine provisorische Patenanmeldung in Höhe von 60 Euro sowie die 150 Euro für die Sofortrecherchte. Erste Informationen zum Patentrecht könnt ihr bei der „Jufo-Zentrale“ in Hamburg anfordern oder ihr trefft euch einfach mal persönlich mit dem/der JuryberaterIn eures Fachgebiets.

Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040-37 47 09-0
Fax: 040-37 47 09-99
eMail: info@jugend-forscht.de
Internet : http://www.jugend-forscht.de

Los gehts!

Sobald das Thema eurer Arbeit feststeht, könnt ihr euch online anmelden! Eine schriftliche Anmeldung wird nicht mehr zugelassen.
Forscht ihr alleine, setzt ihr euren Namen in der Anmeldung an erster Stelle ein – bei Teamarbeit nennt bitte den Gruppensprecher zuerst. Auf dem zweiten Teil der Anmeldung tragt ihr dann die weiteren Teammitglieder ein. Bitte klickt das Fachgebiet an, dem ihr euer Thema zugeordnet habt und denkt daran, ihr dürft pro Thema nur ein Fachgebiet auswählen.
Wichtig : Eine Arbeit darf nur in einem Bundesland angemeldet werden.

Nichts geht mehr

Anmeldeschluss für den Landeswettbewerb Bremen ist der 30. November, bis dahin muss die Arbeit unter www.jugend-forscht.de angemeldet sein.

– siehe Onlineanmeldung –

Nach der Anmeldung erhält jede Jungforscherin und jeder Jungforscher im Dezember per Email bzw. per Brief von der jeweiligen Regionalwettbewerbsleitung die Unterlagen für die Wettbewerbsrunde zugeschickt. Im Bundesland Bremen finden im Februar drei Regionalwettbewerbe statt, die in Bremerhaven, in Bremen-Nord und in Bremen-Mitte durchgeführt werden. Die Siegerinnen und Sieger dieser Regionalwettbewerbe nehmen dann im März an den Landeswettbewerben von „Jugend forscht“ bzw. „Schülerinnen und Schüler experimentieren“ teil. Ende Januar muss die schriftliche Wettbewerbsarbeit fertig sein; dabei muss die Arbeit spätestens am 31.Januar der jeweiligen Regionalwettbewerbsleitung entweder als PDF-Upload oder in schriftlicher Form vorliegen. Sofort danach haben die entsprechenden Fachjuroren für die einzelnen Fachgebiete Gelegenheit, sich mit den Arbeiten vertraut zu machen. Etwa Mitte Februar finden dann die Regionalwettbewerbe in Bremerhaven, Bremen-Nord und Bremen-Mitte statt. Jeder Regionalwettbewerb kann bei den sieben Fachgebieten (Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo – und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik) mehrfach den Regionalsieg (1.Platz) vergeben, sowohl bei „Jugend forscht“ als auch bei „Schülerinnen und Schüler experimentieren“.

Die Regionalsiegerinnen und Regionalsieger haben nach Abschluss des jeweiligen Regionalwettbewerbes noch kurze Zeit, ihre Wettbewerbsarbeit Arbeit für den Landeswettbewerb zu überarbeiten. Die Landeswettbewerbe von „Jugend forscht“ und „Schülerinnen und Schüler experimentieren“ finden im März in einer gemeinsamen Veranstaltung bei der Landespatenfirma statt. Die Landesiegerinnen bzw. Landessieger in den einzelnen Fachgebieten der Sparte „Jugend forscht“ vertreten das Bundesland Bremen auf dem Bundeswettbewerb Jugend forscht, der jeweils im Mai eines Jahres von einer jährlich wechselnden Bundespatenfirma sowie der Stiftung Jugend forscht e.V. ausgerichtet wird. Der Wettbewerb „Schülerinnen und Schüler experimentieren“ endet auf Landesebene.

Aufbau der schriftlichen Arbeit

Mit Inhaltsverzeichnis, Fotos, Grafiken, Tabellen und Literaturverzeichnis darf die Arbeit insgesamt nicht mehr als 15 DIN A4 Seiten umfassen.
(Anlagen, die nicht zum unmittelbaren Verständnis der Arbeiten notwendig sind, sollten nicht der Arbeit beigefügt, sondern am Ausstellungsstand ausgelegt werden)

1. Einleitung Was will ich erforschen oder konstruieren? Wie kam ich zu meinem Thema?
2. Material und Methoden Welche Versuche oder Beobachtungen habe ich wie durchgeführt? Welche Geräte oder Computerprogramme habe ich entwickelt?
3. Ergebnis Was ist bei den Versuchen oder Beobachtungen herausgekommen? Wie funktionieren die Erfindungen genau?
4. Diskussion Welche Fragen konnten nicht geklärt werden? Welche Fehler sind aufgetreten? Wie könnte man an dem Thema weiterarbeiten?
5. Literaturverzeichnis Welche Bücher habe ich zu Hilfe genommen?

Der Wettbewerb

Die Jugend forscht Arbeit besteht aus zwei Teilen – der schriftliche Fassung und der Ausstellung beim Wettbewerb. Die Ausstellungsstände werden von der Patenfirma mit Namen der Teilnehmerin bzw. des Teilnehmers, Fachgebiet und Thema versehen. Der Bremer Landeswettbewerb findet in der Regel in der ersten Märzwoche eines jeden Jahres bei der Patenfirma Astrium GmbH statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versehen ihren Ausstellungsstand mit Fotos, Tabellen, Texten und Grafiken, damit deutlich wird, worum es hier geht. Idee, Methode und Ergebnis der Arbeit sollen klar erkennbar sein. Modelle und Geräte können aufgebaut werden; Videoaufzeichnungen und Fotoalben die Entstehung der Arbeit dokumentieren, Fachbücher, die die Ergebnisse untermauern. Für jedes Fachgebiet ist eine eigene Jury zuständig, die im Anschluss an die Gespräche mit den Jungforscherinnen und Jungforschern die Platzierung festlegt. Die Kriterien der Jury sind u.a.

  • Berücksichtigung des Alters
  • Form der Arbeit
  • Eigenständigkeit der Bearbeitung (viel aus Büchern)
  • Ergebnisse richtig und kritisch eingeschätzt
  • Mündliche Darstellung und Sicherheit im Fachgespräch mit der Jury

In jedem der Fachgebiete kann eine Arbeit den Landessieg erhalten und sich damit für den Bundeswettbewerb (nur Altersstufe „Jugend forscht“) qualifizieren. Der Wettbewerb „Schülerinnen und Schüler experimentieren“ endet auf Landesebene.

Die Preise

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhalten -unabhängig von der Plazierung- eine Urkunde, eine Anstecknadel, ein Geschenk der Patenfirma sowie einen Buchgutschein. Neben der Plazierung 1, 2 oder 3 in den sieben Fachgebieten werden der fachübergreifende Sonderpreis Umwelt, mehrere Forschungpraktika, Studienreisen, Abonnements sowie Buchpreise vergeben.
Das Bundesland Bremen weist mehrere Forschungspraktika auf (z.B. Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Frauenhofer-Institut für angewandte Materialforschung…).