Bundeswettbewerb Jugend forscht 2009 in Osnabrück

Das Bundesland Bremenerfolgreich auf dem BundeswettbewerbPlatzierung und Sonderpreis
Der 44. Bundeswettbewerb Jugend forscht, veranstaltet von der Stiftung Jugend forscht e.V. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fand vom 21. bis 24. Mai 2009 in Osnabrück statt.
107 Wettbewerbsarbeiten mit 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – dabei 4 Projekte mit 9 JungforscherInnen (4 Mädchen, 5 Jungen) aus Bremen – aus den 16 Bundesländern wurden den Jurygruppen für die Fachgebiete Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik präsentiert.
Das Bundesland Bremen war mit vier Arbeiten auf dem Bundeswettbewerb vertreten. (Voraussetzung war dabei der Sieg auf den Bremer Landeswettbewerb im März 2009).
Auf dem Bundeswettbewerb sind Platzierungen in den Fachgebieten sowie Sonderpreise wie Geldpreise oder Studienaufenthalte zu gewinnen.
Das Bundesland Bremen erreichte in Osnabrück den 4. Platz im Fachgebiet Arbeitswelt sowie 1 Sonderpreis.
Wettbewerbsarbeiten aus dem Bundesland Bremen in Osnabrück

ARBEITSWELT

Janis Wilczura (21 Jahre)
Sebastian Strehler (19 Jahre)
Europaschule SZ SII Utbremen

4. Preis, gestiftet vom Bundesminister für Arbeit und Soziales – € 375

BODENSTÄNDIGE ENTWICKLUNG

EPOXIT: leitfähiger Bodenbelag für explosionsgeschützte-sowie ESD-Räume

Für die Beschichtung von mineralischen Bodenmaterialien werden Kunstharze wie Polyesterharze, Phenolharze, Polyurethane und Epoxidharze verwendet. Im Industriebau nutzt man häufig Bodenbeschichtungen auf der Basis von Epoxidharzen. Im industrieellen
Bereich allerdings, insbesondere in explosionsgeschützten Zonen, können Epoxidharze oftmals nur bedingt eingesetzt werden. Denn im Gegensatz zu anderen Systemen lassen sie sich nicht oder nur unzureichend elektrostatisch ausrüsten. Janis Wilczura und Sebastian Strehler ist es gelungen, die Leitfähigkeit von Expoxidharzen durch Zusatzstoffe zu
erhöhen und damit einen kostengünstigen, abriebfesten, chemisch beständigen und toxikologisch unbedenklichen Bodenbelag herzustellen.

BIOLOGIE

Dennis Bredemeier (18 Jahre)
Hermann-Böse-Gymnasium
Jacqueline Niemeyer (18 Jahre)
Jasmin Vodjdani (18 Jahre)
Kippenberg-Gymnasium

Einladung zu einem Aufenthalt im Nationalpark Hohe Tauern

GEFÄHRLICHER DÜNGER

Anreicherung von düngerinduzierten radioaktiven Substanzen in spezifischen Nutzpflanzen

Mit der Düngung unserer Felder tragen wir zur Kontaminierung der Böden bei. So enthalten die oft verwendeten Phosphatdünger Spuren von radioaktiven Schwermetallen. Diese Stoffe lagern sich zusammen mit Phosphat besonders in den Wurzeln von Pflanzen an.
Dennis Bredemeier, Jacqueline Niemeyer und Jasmin Vodjdani haben diesen Vorgang an verschiedenen Gemüsearten, insbesondere am Radieschen, untersucht. Das Forschertrio stellte
bei allen Arten eine stark erhöhte Belastung durch radioaktive Einlagerungen fest, die zu einer Gefährdung der Gesundheit führen können. Die jungen Forscher haben aus ihren Messergebnissen
ein Verfahren abgeleitet, das die Akkumulation von radioaktiven Substanzen in den Pflanzen verringern kann.

CHEMIE

Sarah Scholl (16 Jahre)
Friederike Tietjen (16 Jahre)
SZ Im Ellener Feld

GIFTIGE WASSERPFEIFEN?

Shisha – Schadstoffe im Wasser und im Rauch

Die Wasserpfeife – auch Shisha genannt – ist in orientalischen Ländern weit verbreitet. Seit Kurzem wird sie auch in Deutschland, besonders bei Jugendlichen, immer beliebter.
Sarah Scholl und Friederike Tietjen haben im Shisha-Wasser die Schadstoffe wie Nikotin oder Arsen untersucht. Die beiden jungen Forscherinnen kamen zu dem Ergebnis, dass das Wasser der Pfeife hoch toxisch ist. Um festzustellen, welche Schadstoffe sich im Wasser
lösen und welche im Rauch bleiben, haben sie zusätzlich eine Rauchgasanalyse durchgeführt.
Dazu entwickelten sie eine chemische Shisha und analysierten den Rauch mithilfe von Tenax-Röhrchen im Gaschromatographen. Die Proben wiesen nur wenig Nikotin auf.

GEO- UND RAUMWISSENSCHAFTEN

Kein Landessieg 2009

MATHEMATIK/INFORMATIK

kein Landessieg 2009

PHYSIK

Mirko-Julian Bos (17 Jahre)
Blagoy Grozdanov (19 Jahre)
Kippenberg-Gymnasium

BÄUMCHEN WECHSLE DICH!

Dendritenbildung unter Einfluss elektromagnetischer Felder

Dendriten sind strauchartige, kristalline Metallstrukturen. Sie entstehen durch das Anlegen einer Spannung an eine Metallsalzlösung. Mirko-Julian Bos und Blagoy Grozdanov haben solche Metallbäumchen mithilfe von wässrigen Ionenlösungen gezüchtet. Die Struktur der Gebilde ist abhängig von den Eigenschaften der Ionen. Um diese Struktur zu verändern und zu analysieren, legten die beiden jungen Forscher ein homogenes, magnetisches Feld an. Dabei beobachteten sie eine Rotation der gesamten Lösung.

TECHNIK

kein Landessieg 2009